Münsteraner Schloss

Die Aufgabenstellung

Der M&A Alumni Student Award ist ein Essay-Wettbewerb, der sich mit M&A fokussierten Themen auseinandersetzt. Teilnehmerinnen und Teilnehmer müssen ein Essay (in deutscher oder englischer Sprache) mit maximal 40.000 Zeichen (ca. 25 Seiten) Fließtext zu einem der nachstehenden M&A-Themen erarbeiten.

Bei der Bewertung der Essays wird der jeweilige Ausbildungsstand der Teilnehmerinnen und Teilnehmer von der Jury berücksichtigt. Die Verfasser der besten Essays werden zur feierlichen Preisverleihung am 13. September 2008 eingeladen, in deren Rahmen sie unter anderem in einer kurzen Präsentation die Ergebnisse ihres Essays vorstellen dürfen.

  1. Thema:
    Dispenzmöglichkeiten bei der Abgabe eines Pflichtangebotes auf eine in Krise befindliche, börsennotierte Aktiengesellschaft vor dem Hintergrund des WpÜG.
    Das Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetz sieht diverse Befreiungsmöglichkeiten vor, um einem nachgelagerten Pflichtangebot auf die Zielgesellschaft zu entgehen. In der praktischen Anwendung sind dabei insbesondere jene Dispenzmöglichkeiten von gesteigerter Bedeutung, die im Zusammenhang mit der Übernahme einer in Krise befindlichen Unternehmung stehen. Dabei sind die Voraussetzungen, die an einen darauf gerichteten Befreiungsantrag des Bieters zu stellen sind, weitgehend umstritten. Neben einer eingehenden Darstellung des aktuellen Streitstandes, interessieren vorliegend insbesondere eigene Ansätze, mit denen das Sanierungsprivileg besser erfasst werden kann.
  2. Thema:
    Abwehrmaßnahmen gegen feindliche Übernahmeversuche einer börsennotierten Aktiengesellschaft vor dem Hintergrund der Principal-Agent-Theorie.
    Feindliche Übernahmen sind ein Phänomen, das die wirtschafts- und rechtswissenschaftliche Literatur schon seit geraumer Zeit intensiv beschäftigt. Auch in Deutschland scheint diese Spielart der Unternehmensübernahme immer stärker in den Fokus der M&A-Protagonisten zu geraten. Doch was genau sind eigentlich feindliche Übernahmen? Das Ziel eines Beitrages zu diesem Themenkomplex sollte über eine deskriptive Diskussion der gängigen Verteidigungsinstrumente hinausgehen und somit einen möglichen Zusammenhang zwischen der Principal-Agent-Theorie und der Ausübung von präventiven oder reaktiven Abwehrinstrumenten aufzeigen. Wünschenswert wäre hier insbesondere eine Untersuchung dahingehend, welche Vor- und Nachteile die Abwehr einer feindlichen Übernahme für Principal (Gesellschafter) und Agent (Vorstand) hat.
  3. Thema:
    Rechtliche Grenzen bei der Gestattung von Due Diligence-Prüfungen bei börsennotierten Aktiengesellschaften im Rahmen von M&A-Transaktionen.

    Grundsätzlich steht dem Vorstand einer Aktiengesellschaft aufgrund seiner Leitungs- und Geschäftsführungsbefugnis das Recht zu, Unternehmensdaten und –informationen an Dritte weiterzugeben. Begrenzt wird dieses Recht jedoch durch diverse gesetzliche Vorschriften, die eine derartige Weitergabe untersagen oder aber zumindest einschränken. Die Frage nach der Bietergleichbehandlung im Rahmen einer feindlichen Übernahmeauseinandersetzung oder die sich aus der Gestattung einer Due Diligence ergebenden Rechtsfolgen sind dabei nur zwei einer Vielzahl interessanter Problemstellungen, die sich im Rahmen der Bearbeitung dieses Themenkomplexes stellen könnten.
  4. Thema:
    Synergierealisierung durch effiziente Post Merger Integration
    Die hohe Akquisitionstätigkeit deutscher Unternehmen wird auch im Jahr 2008 anhalten. Im Fokus stehen dabei zunehmend die Generierung von Wachstum und die Realisierung von marktseitigen Synergien (Absatz/Umsatz), während insbes. in der konjunkturschwachen Phase der Jahre 2003 bis 2005 Kostensynergien im Fokus standen. Erfahrungsgemäß werden jedoch vielfach die angestrebten marktseitigen und auch Kostensynergien nicht erzielt. Für diesen Mangel an Zielerreichung gibt es vielerlei Gründe, die von unrealistischen Zielen über unvorhergesehene externe Einflüsse bis hin zu mangelhafter Integrationsarbeit reichen. Die Arbeit zu diesem Thema soll ausgehend von den üblichen Synergiezielen einen methodischen Rahmen zu deren Erreichung durch effiziente Post Merger Integration aufzeigen und anhand ausgewählter Praxisbeispiele das Verhältnis von kommunizierten Synergiezielen zu tatsächlich erreichten Zielen darstellen. Idealerweise schließt die Arbeit mit durch Praxisbeispiele belegten Thesen zur synergieoptimalen Post Merger Integration.